Saisonales

Juli 2018

Garmin- Connection

Unser Vereins- Navi hat einen neuen Nutzer! Nils hat seine ersten Probefahrten unter Anleitung mit Bravour gemeistert und steht uns ab sofort zusammen mit Dieter B. und Rob als Tourenführer für GPS- basierte Strecken zur Verfügung. Dieter L. wird monatlich eine Tour nach traditioneller Art anführen. Wer darüber hinaus Interesse hat, melde sich bitte beim Vorstand!

Die 10 Gebote für (werdende) Tourenführer und Geführte:

  1. Du sollst keine Angst haben ein Navi (Smartphone) an deinen Lenker zu heften!
  1. Du sollst Vertrauen haben behutsam angeleitet zu werden!
  1. Glaube fest daran, dass deine ersten Führungen stets fürsorglich begleitet sein werden!
  1. Nie sollst du dich genieren beim Navigieren deine Racingbrille gegen eine Lesebrille zu tauschen!
  1. Bemühe dich stets um gute Ausreden, wenn du dich unterwegs verquatscht und den Track verloren hast!
  1. Du sollst nur eine Runde ausgeben müssen, wenn unterwegs deine Batterien alle sind!
  1. Die, welche dir folgen, sollen deinen Einsatz schätzen und um deine wenigen Fehler kein Aufhebens machen!
  1. Die, welche dir folgen, sollen dich ob deiner Meisterschaft gelegentlich loben, auch wenn sie es so leise tun, dass du es meist nicht hörst!
  1. Die, welche dir folgen, sollen dich ob deiner Meisterschaft gelegentlich loben, auch wenn du gar kein Navi am Lenker hast!
  1. Die, welche zu Hause bleiben, sind selber schuld!

db

 

Juni 2018

Vereinsausflug  nach Bocholt

Ankunft in Bocholt: Nach 115 km kamen N. und D. B. am Freitag per Fahrrad in Bocholt an und testeten schon mal den hoteleigenen Biergarten.

Biergarten: Geschmeidige Kehlen und gute Beine. Da wurde ein Schuh draus!

Ch: Stellte sich als Begleitperson und moralischer Helfer zur Verfügung. Mehr unter N.

Deichhelden: So nennt man die Schafe hier. Shawn war nicht dabei. Haben auch keins überfahren!

Extrablatt: Dort gab es ein geselliges Abendessen vor der ersten Ausfahrt nach Emmerich und zurück. Schmeckte offenbar allen, auch den Vegetariern. Käsekuchen von überregionaler Klasse!

Fußball- WM: Keine Entspannung nach der ersten Tour! Wir litten und zitterten mit unseren Jungs. Siegtor in der Nachspielzeit: Wer konnte jetzt noch ruhig schlafen?

Genuss pur: Flug mit 35 km/h am Rheindeich entlang. Ein Panoramablick der besonderen Art!

Hotel Wintergarten in Bocholt: Strategisch top gelegen und neu gestaltet. Ist durchweg gut angekommen und bleibt wohl in guter Erinnerung.

Issel: Zusammen mit der Aa das Flüsschen der Region. Flossen uns immer mal wieder über den Weg.

J: Hatte Helm und Schuhe zu Hause vergessen. Spielte gedanklich alle Unmöglichkeiten durch. Entschloss sich letztlich in einer Blitzaktion beides neuzu kaufen. Hat geklappt, sieht gut aus!

Kulturtour unserer Vereinsdamen: Man speiste gepflegt in Aalten und verweilte im niederländischen Bredevoort, einer Kultstätte von Liebhabern antiquarischer Bücher. Die Bücher haben in keinster Weise abgefärbt!

Loblied auf die Damen: Kein Platter diesmal. Weiter so!

Musik siegte über Sport: 3 MitfahrerInnen verließen uns am Sonntag früh um noch rechtzeitig den Flieger nach Berlin zu erreichen. Sir Simon Rattle gab extra für sie auf der Waldbühne sein Abschiedskonzert mit den Philharmonikern.

Notprogramm: J., Ch. und D. B. machten sich auf die Hatz. Es galt nach dem HuSS (Helm- und Schuh- Shopping) einen veritablen Zeitrückstand auf das Hauptfeld wettzumachen. Die Verfolger fuschten ein wenig durch die Wahl einer Kurzvariante. Was soll´s? Feierten ein glückliches Wiedersehen im Cafe´ bei nicht ganz so gutem Käsekuchen.

Osten: Die Sonntagstour führte nach Osten zum Schloss Raesfeld und wieder zurück. Münsterländer Pättkes, was für Rennrad- Feinschmecker! D. B. verstärkte das noch verbliebene Damenduo. Gleiten statt Racen. Eine neue Qualität!

Pinkelpause: Ein Hoch auf U! Wieder ließ er, einer alten Tradition folgend, das Feld ziehen um danach bei der Aufholjagd alle Register zu ziehen.

Quo vadis: Wohin gehst du? Auch: Wohin fährst du, J. ? Ganz zu Beginn der Jagd auf das Hauptfeld (siehe unter „Notprogramm“) raste J. , offenbar euphorisiert durch seine Neueinkäufe, an der Landstraße entlang Richtung Wegberg. Die beiden anderen nicht. Ch. forcierte den Sprint seines Lebens und brachte J. zurück auf den rechten Weg. Fortan blieb der in Rufweite.

R wie Rast, Rees und Raesfeld. Tolle Orte für eine Kaffeepause. Wir waren da. Nun haben sie die höheren Weihen.

SC Wegberg, Abteilung Radsport: Siehe unter R.

Topfeben: Niederrhein und Münsterland übertreffen Wegberg und Umland ganz eindeutig. Bei uns spürt man die kleinen Wellen noch. Hier nicht!

Unterstand: D.B. und N. flüchteten auf der Anreise vor einem heftigen Schauer unter den Dachüberstand eines Kuhstalls. D.B. versetzte seinen Radelpartner N. in ungläubiges Staunen, als er sich angesichts der neuen Wetterlage in seine jahrelang optimierte Schutzkleidung hüllte. Das dauerte geschlagene 10 Minuten. Der Regen hörte auf.

Vorzeigedame: Amanda hielt sich prächtig. Nichts fiel ab. Sie gab dem Feld nostalgischen Glanz. N. im Glück!

Wochenmarkt in Winterswijk: Die Damen kamen, sahen und flüchteten!

Xantener Dom: Grüßte erhaben von der anderen Rheinseite. Konnten leider nicht bremsen, denn wer bremst, verliert! Wollte nicht ständig verlieren.

Yoga: Zu empfehlen nach jeder Fahrt um die Eindrücke angemessen verarbeiten zu können.

Zuversicht: Unsere jährlichen Ausflüge sind ein integraler Bestandteil unseres Vereinslebens. Wir hoffen sehr, dass sie es auch bleiben!

db

 

Mai 2018

Mit Bärentatzen und Weißwandreifen

Heute bin ich zu Besuch bei Nils Heyer. Beim 12. Grenzlandrennen des SC Wegberg, Abteilung Radsport zog er als Starter beim Hobbyrennen manch ungläubige Blicke auf sich, machte er doch in Auftritt und Ausstattung den großen Unterschied zum Rest des Starterfelds. Doch dazu später mehr.

Wir haben uns verabredet, das Rennen noch einmal Revue passieren zu lassen, damit ich darüber berichten kann. Ich rücke mich am Tisch zurecht, zücke Stift und Schreibblock. „Ich liebe das Radfahren und das Chaos, wie du siehst,“ leitet Nils unser Gespräch ein. Stimmt! So habe ich es irgendwie erwartet und es mutet doch sympathisch an. Fehlt nur noch ein Kaffee. Der kommt, und schon beim ersten Schluck rollt es mir die Zehennägel auf. Ich beschließe stark wie der Kaffee zu sein. Wer weiß, was folgt…

Nils, bevor wir uns dem Rennen zuwenden: Im Flur habe ich zwei Fahrräder gesehen. Radfahren scheint wohl allgemein eine etwas größere Rolle in deinem Leben zu spielen?

Ich bin zwar nicht im Sattel geboren, aber Radfahren hatte immer schon eine große Bedeutung für mich. Während meiner Berufsausbildung bin ich die Strecke Wegberg- Rheydt täglich zur Arbeit gefahren, den Führerschein konnte ich mir damals nicht leisten. Aber diese Fahrten vor der Arbeit fand ich entspannend und sie brachten mich dazu auch sonst immer längere Strecken in Angriff zu nehmen.

Wie entstand eigentlich die Idee, dich im Rahmen des Grenzlandrennens als Starter beim Hobbyrennen anzumelden?

Da war meine große Klappe im Spiel! Gegenüber Nadine L. habe ich mir den Anschein gegeben, trotz Trainingsnotstand und eher behelfsmäßiger Ausrüstung der Rennfahrer vor dem Herrn zu sein. Diese etwas naive Selbsteinschätzung sollte Folgen haben. Nadine konterte, indem sie mich quasi umgehend zum Hobbyrennen anmeldete und mir die Startnummer 1 reservierte. Ich wusste damals noch nicht, dass ihr Draht zum Organisator des Rennens so kurz war! Aber da gibt es noch den „Punk“ in mir. Aus Überzeugung gehe ich nicht mit dem Mainstream. Da lag es nahe, wenn ich jetzt schon voll in der Sache drin war, mal ganz anders zu kommen als das Feld!

Und dennoch war der Druck nun groß…

Na ja, immerhin würde ich ja nur an einem Hobbyrennen teilnehmen, also sollte es beim ersten Mal wohl noch für die Mitte des Feldes reichen. Im Nachhinein habe ich mir jedoch eingestehen müssen, dass ich wohl gut daran tue meine Vorstellungen von einem Hobbyrennen nochmal zu überdenken.

Bleiben wir mal bei deinen Vorstellungen! Am Start sahen wir dich mit einem seltsamen Gerät…

Dieses seltsame Gerät geht auf mein Faible für Gebrauchtes zurück. Ich mag alte Sachen, die noch funktionieren und die es zu erhalten lohnt. So auch bei meinem Fahrrad. Es ist ein bestens gepflegter Randonneur aus den Siebzigern, mit Anbauteilen geschätzte 16 bis 17 kg schwer und vor dem Rennen von einem Sponsor des ausrichtenden Vereins rennfertig gemacht. Ich habe es auf dem Flohmarkt seinem Vorbesitzer für 150 € abgehandelt. Es verfügt über einen soliden Stahlrahmen, Bärentatzen- Pedalen, Weißwand- Profilreifen, Schutzbleche, Seitenständer und einen wunderschönen, mechanisch angetriebenen Tachometer. Zwei rote Puschel halten die Naben auf Hochglanz. Der Umwerfer ist abgebrochen, weshalb sich die Anzahl der verfügbaren Gänge um die Hälfte auf sechs reduziert hat. Dennoch pflege ich ein inniges Verhältnis zu ihm, sodass ich nicht umhin konnte, es Amanda zu nennen.

Klingt gut, aber warum ausgerechnet Amanda?

Ich erweise damit einer US- Amerikanerin namens Amanda Coker Respekt, deren unglaubliche Leistung als „Ultra- Cyclist“ mir höchste Achtung abnötigt. (Amanda Coker ist mit 139.500 in einem Jahr absolvierten Kilometern Weltrekordhalterin im Streckenfahren, und das nachdem sie sich nach einem Unfall mit schweren Kopf- und Rückenverletzungen wieder zum Radsport zurückgekämpft hatte. Sie legte bei ihrem Weltrekord durchschnittlich 376 km pro Tag zurück).

Kommen wir zur Startphase. Welche Reaktionen zeigten die anderen Teilnehmer bei deinem Auftritt?

Die Reaktionen waren vielfältig. Es gab ehrliches Interesse und aufmunternde Worte. Andere guckten, als sei mein Rad eine ansteckende Krankheit. Es gab auch einen Vortrag darüber, wie gefährlich es für mich und andere Teilnehmer wäre mit diesem Rad zu starten.

Was dich aber keinesfalls davon abgehalten hat, dein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wie lief es im Rennen?

In der ersten Hälfte konnte ich mich noch im Feld halten. Aber es war unglaublich anstrengend, zudem bin ich noch nie in einem geschlossenen Feld gefahren. Es geht dort sehr eng zu und körperlicher Einsatz wird groß geschrieben. In den Kurven erzeugten meine profilierten Drahtreifen ein schwammiges Fahrgefühl, zudem hatte ich einen kurzen Schockmoment, als mir bei hohem Tempo in der Kurve die Kette übersprang. Ich bekam es zeitweise richtig mit der Angst zu tun! In der zweiten Hälfte war es mir nicht mehr möglich, das Tempo des Feldes mitzugehen. Ich habe dann mit einem anderen Fahrer eine Zweiergruppe gebildet, sodass wir uns gegenseitig bis zum Ende gepusht haben. Sehr gefreut habe ich mich, dass während des Rennens ein Sympathiepreis ausgerufen wurde, der doch tatsächlich mir und Amanda galt. Alles in Allem: Es war ein tolles Erlebnis und Letzter bin ich jedenfalls nicht geworden!

Wird es ein weiteres Mal geben?

Nach diesem persönlichen Highlight unbedingt! Ich werde allerdings viel mehr trainieren müssen. Daher werde ich in Zukunft als Mitglied des SC Wegberg am Sonntagstraining teilnehmen. Das häufige Fahren in der Gruppe scheint mir der Schlüssel zu sein mich verbessern zu können. Amanda und ich werden uns neues Schuhwerk in Form von Klickpedalen und Rennschuhen leisten. Vielleicht finde ich ja auch noch Rennslicks mit weißen Wänden …

db

 

April 2018

Malle für Gemäßigte

Tramuntana kann und will nicht jeder, teils weil zu heftig im Anstieg und in der Abfahrt zu kühl und überhaupt: Dem, der sich nicht im Gemenge bunter Teamtrikots und geliehener Rennmaschinen verlieren will, sei ans Herz gelegt auch mal die weniger von Schweiß, Gekeuche und schmerzverzerrten Gesichtern dominierten Gegenden der Insel zu erfahren.

Margret und ich sind zurück von einem 8- tägigen Ausflug in den Osterferien eben dorthin. Schon im zweiten Jahr in Folge nahmen wir an einer geführten Radreise im Osten und in der Mitte der Insel teil.

Nun, Rennräder hatten wir keine, jedoch gute Trekkingräder und eine feurige, 12- köpfige Radlergruppe. Von unserer Finca in Binissalem aus unternahmen wir Sternfahrten ins Umland und Sterngänge zu den umliegenden Weingütern mit Verkostung. Als sehr wichtig erwiesen sich die Weinproben, erlaubten sie mir doch aufgrund der blutbildenden Eigenschaften des Rotweins (Sauerstofftransport) in den Positionskämpfen des von Damen beherrschten vorderen Mittelfeldes meinen Mann zu stehen.

Schmale, verkehrsarme Sträßchen (Camis) durchziehen in welligem Auf und Ab abseits der Hauptstraßen die Insel. Oft sind sie mit Steinwällen gefasst und haben einen zwar oft rauen, aber auch für Rennräder akzeptablen Bodenbelag, ganz überwiegend Asphalt. Diese Wege sind mit grünen Wegweisungen, entweder mit einem Rennradsymbol oder einem entsprechenden anderen, gekennzeichnet. Vor Überraschungen ist man allerdings nicht gefeit: Tauwetter im Gebirge ließ, wo vorher nichts war, reißende und weniger reißende Bäche über die Straße hinweg entstehen. Letztere durchfuhren wir nach dem Motto „Augen zu und möglichst durch!“ Auch Olivenbäume – nicht selten stehen sie am Ende eines Gefälles in der Kurve – sind nicht zu unterschätzen: Schwarze, ausgedehnte Flächen unter selbigen deuten auf Olivenmatsch, der nur auf schmale, gleichfarbige Reifen zu warten scheint…

Ein wenig Serra de Tramuntana darf´s dann doch noch sein: Auf dem Cover unserer Radkarte entdeckte ich eine Strecke, die wir jedem (gemäßigten) Rennradler als Tipp mitgeben möchten und die wir am fakultativen Reisetag auf eigene Faust fuhren. Von Binissalem geht es über das wunderschöne Alaro´ am Fuße der Tramuntana zwischen zwei Felsmassiven – von den Einheimischen „Backenzähne“ genannt – ca. 8 km aufwärts mit maximal 5,5 Steigungsprozenten, weiter über Orient und in rauschender Abfahrt nach Bunyola, wo die Cafe´s auf dem Marktplatz die Flutwelle der Radler mühelos in den Griff bekommen. Flach und schnell geht´s weiter über Sta. Maria zurück nach Binissalem. Unterwegs gab es auch einen richtigen Pass, den Col d´Orient mit knapp 500 m. Jetzt wissen wir auch, warum diese Strecke für das Kartencover gewählt wurde!

Übrigens: Wer noch keine geduldigen, höflichen Autofahrer gesehen hat, der komme nach Mallorca auf´s Land. Wir haben wirklich nicht ein einziges riskantes Überholmanöver an engen, unübersichtlichen Stellen erlebt, auch kein „Weg da, hier komme ich“- Gehupe. Das hier empfanden wir als echtes Miteinander auf der Straße!

Auf diese Weise haben wir in Mallorca auf zwei Reisen ca. 700 km hinter uns gebracht. Und ehe ich es vergesse: Unweit Alcudia ein    SC Wegberg/TIMEKO- Trikot auf der anderen Straßenseite! Wir wissen von Daphne und Jörg, dass sie mit uns die Insel teilten. Wer von beiden ist da den Vereinsfarben untreu geworden? Aber kaum hast du Luft geholt um dich zu beschweren, sind sie wieder weg. Wen wundert´s?

Eigentlich war ich mir mit Margret einig, dass Malle schön, aber nun auch genug war. Aber mit dem Rennrad könnte ich wohl doch noch mal ein ganz klein wenig schwach werden! Wer weiß?

db

 

 

 

März 2018

IMG_3704 verpixelt

Anradeln zur neuen Saison

Wir haben ja schon viel erlebt, wie vor einigen Jahren Anradeln im Schneegestöber nebst Zittern in viel zu dünnen Wintertrikots. Zittern auch am Samstag und Sonntag: Bleibt´s nur grau oder wird´s regnen wie Sau? Um es vorwegzunehmen: Geregnet hat es während der gesamten Veranstaltung nicht, aber ungemütlich grau und bodennass war es schon, als sich 18!! Radsportler, darunter 1 Gastfahrer aus Erkelenz, am Hallenbad Wegberg zum Start in die Saison versammelt hatten. Vor grauem Hintergrund leuchtete das Starterfeld überwiegend im markanten Froschgrün der neuen Trikotgeneration; die gepflegte Zurückhaltung der letzten Jahre ist einem weit besser wahrnehmbaren, zupackenderen Auftritt gewichen. Aber auch hier gilt: Die optimale Wirkung entfaltet sich nur bei entsprechender Rudelbildung! Das sollte uns doch allen Motivation sein die Trainingsbeteiligung hoch zu halten!

Angesagt waren drei Tourenvarianten in unterschiedlicher Länge und moderat zu fahren, sodass für jeden etwas dabei war. Nachdem auch die vereinseigenen Vegetarier im Gasthaus Timmermanns, dem Ziel und der versprochenen Belohnung aller Mühen, telefonisch angekündigt worden waren, machte man sich in drei Tranchen auf den Weg. In einer Gischtwolke entschwanden die am stärksten vertretenen Racer, auf den ersten Metern mutig verfolgt von einer 3- köpfigen und erfahrenen Damengruppe, während sich zum Schluss eine Art Patchwork- Radlercombo, bestehend aus einem Tandem (Doc Rob und Sohn), einem MTB (Dieter B., Rennrad kaputt) und tatsächlich einem Rennrad (das ultraschallgereinigte mit Ulrich drauf) anhängte. Im Zuge eines rasanten Überholmanövers in Höhe der Fugängerzone beschloss Patchwork- Nadine (die mit den knirschenden Bremsen) in ihre gewohnte Komfortzone zurückzukehren und wieder unauffällig die Damengruppe zu verstärken, was ihr aber später noch auf die Füße fallen sollte.

Nun könnte man meinen, es müsse eine Schilderung der Vorkommnisse unterwegs folgen. Tatsächlich und zwangsläufig hat aber der Autor zwei Drittel nicht mitbekommen und später erwiesen sich am Ziel die Damen und Herren als recht wortkarg, warum auch immer. Nur so viel: Die Racer  waren mit weniger als 40 Streckenkilometern, dafür aber umso schneller am Ziel um sich bei Timmermanns die besten Plätze zu sichern und ungestört mit der netten Kellnerin plauschen zu können. Patchwork arbeitete mit preußischer Sorgfalt und Verbissenheit die Route ab und kam natürlich als Letzte an. Die Damen indes huldigten einer langen Tradition und fuhren platt, na ja, eine von denen.  Aber die kennen das und feilten auch diesmal an der Vervollkommnung des Schlauchwechsels. Nadine war dran. War wohl nix mit Komfort, ha!

Bleibt zu sagen, dass wir mit Gasthaus Timmermanns einen wirklich gemütlichen Ort zum Abschluss des Anradelns gefunden haben. Je enger, desto  besser! Ein Lob an die Küche für prima Spagetti mit Soße!

Nehmen wir das, was uns an diesem Tage geschah, mal als ein gutes Zeichen für die bevorstehende Saison.

Auf denn, Hals- und Speichenbruch!

db

 

 

Februar 2018

Zu Besuch bei Rob

Noch bevor die Kurbeln sich zum erstem Mal in der Saison 2018 drehen werden, steht so manchem aktiven Mitglied in unserem Verein ein schwerer Gang bevor: Das ein oder andere Renngerät, zum Ende der vergangenen Saison achtlos und ungewaschen in die Kellerecke entsorgt, harrt nun einer genauen Untersuchung oder gar einer Instandsetzung. Was also tun? Wir Radsportler vom SC Wegberg wissen das: Nichts wie hin zu Rob, the Doc!

Da klingeln wir nun am Samstag in der Früh mit schuldbewusstem Blick an seiner Haustür, einer nach dem anderen mit freundlichem Lächeln und ermunterndem Gruß empfangen vom Meister der Mechanik.  An Werktagen in Anzug, Krawatte und Lackschuhen unterwegs, empfängt er uns heute nicht minder souverän im Blaumann. Gleich zu Beginn gibt er uns ein Beispiel seiner Vielseitigkeit. Um uns den Einstieg etwas leichter zu machen, bietet er wahlweise Kaffee oder Tee an. Ulrichs Wunsch nach einem Tee will er umgehend nachkommen, findet sich aber im Teesortiment nicht zurecht. Mit der Bemerkung „Das ist nicht meine Schublade!“ und einem darauf folgenden, längeren Schweigeintervall bringt er Ulrich dazu, auch Kaffee Klasse zu finden, stürzt sich auf den Kaffeeroboter und zaubert ein derartig flottes Getränk, dass auch etwaige letzte Zweifel an dem nun noch kommen mag, hinweggefegt werden.

Das Drama, erster Akt

Ulrichs Rad hängt am Montageständer. Erster Sicht- und Hörcheck. Kritischer Blick. Die Spannung steigt. An der Schaltung stimmt was nicht: Kurbeln, Schalten, rauf und runter, runter und rauf. Die Kette klettert leicht rasselnd die Ritzel empor, sie will auf`s  größte Zahnrad, müht sich und noch einmal und zieht sich dann mit letzter Kraft rauf. Runter will sie auch nicht ohne Allüren.  Alle Einstellversuche scheitern auf den letzten Zentimetern. „Ulrich, der Dreck muss aus der Schaltung. Das machen wir jetzt!“ Und dann kommt´s! Flugs ist die Schaltung zerlegt, Rob verschwindet kurz im Nirgendwo und taucht mit einer geheimnisvollen Schachtel wieder auf. Mit breitem Grinsen wechselt der Doc zur Apparatemedizin. Er entnimmt der Schachtel ein Ultraschall- Reinigungsgerät (an sich zum Reinigen von Sehhilfen bestimmt), füllt es halb mit Wasser, befüllt es mit den Einzelteilen der Schaltung, programmiert auf acht Minuten volle Stärke und entnimmt schlussendlich der schwarzen Soße alle Teile vollends frei von Zusatzstoffen. Unter den ungläubigen Blicken der Anwesenden fügt sich wieder zusammen, was zusammengehört, verlässt den Montageständer und entschwindet mit Ulrich zur Probefahrt. Nach drei Minuten ist Ulrich mit seinem Gerät zurück:  „Ich glitt so leicht und frei wie nie!“

Das Drama, 2. Akt

Dieter B. im Wartestand darf jetzt ran. Drama fällt aus, viel Wind um nix! Dieter fragt nach, ob man nicht ein Attest zur Einsicht für die Gattin ausstellen könne, so ähnlich wir „Rad ist Schrott“ oder so. Vielleicht wäre ja dann ein neues… Der Doc schaut streng. Leise schraubt Dieter B. sein Rad vom Ständer. Nächstes Jahr ist auch noch ein Tag…

Das Drama, 3. Akt

Nadine atmet tief durch, schüttelt sich kurz und hält dem Doc ihr Rad hin. “ Bei dir fangen wir mit den Bremsen an!“ Der Doc betätigt den Bremshebel. Es knirscht und knarrt wie ein altes Bett. Alle Stirnen werden sorgenfaltig. „Plastik auf Plastik“, lautet die Diagnose. „Unschön, aber nicht lebensbedrohlich! Noch was?“ „Beim Kurbeln sind immer so Geräusche!“ Doc Rob kurbelt und lauscht. Alle lauschen mit. Es mahlt. Es mahlt, als ob es teuer würde. Bei jeder Drehung mahlt es zwei Mal. Doppelt teuer? Nadines Papa fängt an leicht zu zittern. „Das kommt vom Tretlager! Bauen wir´s aus!“, flüstert der Doc. Doch welch wundersame Fügung: Wie zufällig kurbelt Doc Rob nochmal. Er stutzt. Er führt sein Ohr in Richtung Pedal. Er hört genau hin. Seine Miene hellt sich auf. „Glück gehabt, es ist nur das rechte Pedal, aber das ist wirklich hinüber! Papa braucht, Gott sei Dank, nicht so viel  zahlen!“

Das Drama , 4. Akt

Erschöpft und emotional aufgewühlt verlässt der Autor den Ort der Leiden, nicht ohne vorher noch einen großen Karton Trikots für´s Lager in die Hände gedrückt zu bekommen, den er kaum ins Auto kriegt und mit Fußtritten in Position bringen muss.

Aber ganz ehrlich: Wer braucht denn einen 4. Akt?

Wen wir weiter brauchen, ist unser Doc! Danke, Rob!

db

 

Mai 2017

Das alljährliche Grenzlandrennen wurde zum 11. Mal ausgetragen

Am Sonntag, dem 21. Mai, fand bei einem schönen und sonnigem Wetter das 11. Grenzlandrennen statt. In Insgesamt sechs Rennen konnten sich Radsportbegeisterte untereinander messen und den 2,2 km langen Rundkurs befahren. Auch Dank der sehr großen Beteiligung wurde den Zuschauern einiges geboten. Auch für Verpflegung wurde gesorgt und so wurde auch das 11. Grennzlandrennen ein sehr gelungenes Event.
Bilder zum Rennen hier:

 

März 2017

SC Wegberg bei 1. Wegberger Fahrradmesse vertreten

Am schönen sonnigen Sonntag, den 26. März, fand am Rathausplatz die 1. Wegberger Messe und Fahrradmarkt statt.
Neben Fahrradausstellungen vom lokalen Fahrradgeschäft Van Bronckhorst Bikes und privaten
Verkäufern gebrauchter Fahrräder, waren wir vom SC Wegberg als örtlicher Fahrradverein ebenfalls vertreten.
Besucher konnten uns generelle Fragen zum Radsport, unseren Trainingszeiten im Verein oderzur Technik der heutigen Rennräder stellen. Besonders viel Interesse galt den
beiden Rennrädern, die wir auf Trainings-Rollen aufgestellt hatten. Dabei konnte jeder selbst einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt auf einem Rennrad zu fahren und feststellen, wie
einfach die modernen Schaltsysteme funktionieren. Sogar Wegbergs 1. Bürger Michael Stock und seine Gattin Sabine wollten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!
Unser mitgebrachtes Lakritz-Spiel hat auch nicht nur Kindern viel Freude bereitet!

Der RSC Wegberg besteht 25 Jahre: Jubiläumsfeier im Hotel Sternzeit

Vielleicht sollte der Ort des Geschehens ein Omen sein: Im Hotel Sternzeit in Wegberg trafen sich die Mitglieder des Radsportclubs Wegberg zu ihrer diesjährigen „Sternstunde“, der Jubiläumsfeier ihres 25- jährigen Bestehens.

Dieter Lausberg, Leiter der Abteilung Radsport des SC Wegberg, ließ in einem dem Anlass entsprechenden Ambiente 25 Jahre Revue passieren. In seiner Eingangsrede konnte er die bis auf Markus Schleszies, der in einem Schreiben seine bis heute währende Verbundenheit mit seinem Verein bekundete, sämtlich erschienenen Gründungsmitglieder und Abteilungsleiter begrüßen. Dieter ließ es sich nicht nehmen die Verdienste von Robert von der Gracht, Kersten Kohlen, Achim Kohnke und Peter Schleszies im Sinne des Vereins herausstellen und würdigen.

Unser Verein habe sich, angefangen von einer Schulsport- AG zu einem allgemein offenen Verein mit vielen Mitgliedern entwickelt, der über längere Zeit Radtouristikfahrten angeboten, sich aber auch dem Triathlon geöffnet habe und seit 10 Jahren mit großem Einsatz seiner Mitglieder den beliebten Grenzlandrennen ausrichte.

Unter den Gästen waren auch ehemalige und aktuelle Leistungsträger zu finden, die den Verein im höherklassigen Rennsport und Triathlon repräsentiert haben bzw. dies heute noch tun. Namentlich erwähnte Dieter Daphne Grosch und Jörg Schuhmachers (vordere Plätze bei Transalp und Triathlon) als auch Rene Lausberg ( u.a. Dt. Meister im 24. Std. Mountainbike 2er Team 2015 ). Aber auch Maximillian Müller war dieses Jahr, in seinem ersten Jahr als Lizenz-Triathlet, erfolgreich beim Rheydter Turmfest und hat in seiner Altersklasse den 15. Platz in der Sprintdistanz belegt.

Insbesondere freute es Dieter mit Bernhard Stamms den langjährigen Hauptsponsor des RSC persönlich willkommen heißen zu können.

Im weiteren Verlauf des Abends nutzten Mitglieder und Gäste die Gelegenheit sich am reichhaltigen Buffet zu bedienen und sich in einem lockeren und privaten Rahmen auszutauschen und näher kennen zu lernen.

Mai 2016

10. Wegberger Grenzlandrennen

Am 29.05.2016 fand zum 10. mal unser Jährliches Wegberger Grenzlandringrennen statt. Wie in den anderen Jahren auch konnten sich begeisterte Rennradsportler in unterschiedlichen Rennen mit ihren Konkurrenten messen. Unterteilt wurde in Hobby, U13, U15, U17, Senioren und Männer B und C Klasse-Fahrer. In diesen unterschiedlichen Leistungsklassen schafften es immer 3. Fahrer auf das Siegertreppchen und bekamen von dem Vorsitzendem des SCW Abteilung Radsport, Dieter Lausberg, ihren verdienten Preis überreicht.Namentlich zu erwähnen sind aus der Gruppe der Hobbyfahrer ist der Erstplatzierte Robert Gebauer, der Zweitplatzierte Stefan Wolf und der Drittplatzierte Rene Janssen. Die Sieger aus der Gruppe Senioren sind Hardy Zimmermann (1.), Volker Ernst (2.) und Jörg Mölls (3.). In Jungengruppen wurden bei den U13 Fahrern Isabell Oepen (1.), Amy Giesen (2.) und Vincent Banka belegte den dritten Platz. Bei den etwas älteren U15 Fahrern wurde Tim Neffgen Erster, Martin Schubert Zweiter und Jan-Marc Temmen Dritter. In dem Rennen der U17 Jährigen wurde Jonas Fabian Messerschmidt Erstplatzierter, Alexander Ernst Zweitplatzierter und Philipp Alexander Dreis Drittplatzierter. Die Sieger bei dem Hauptrennen der B und C Klassen gewannen Marcel Peschges (1.), Heiko Homrighausen (2.) und Lars Piekenbrinck (3.).

Spannende Impressionen aus dem Blickwinkel eines Fahrers kann man in folgendem Artikel von Nick Runia des RSV Düren e.V.  bei der Radsport-News gewinnen.

Die Zuschauer, Sportler und fleißigen Helfer wurden von der vom SCW organisierten Cafeteria verköstigt. Trotz des schlechten Wetters war das unterhaltsame Rennen für jeden ein Erfolg und wir freuen uns auf das nächste Rennen. Dank an alle Helfer und Organisatoren ohne die dieser tolle Tag nicht möglich gewesen wäre!

Die vollständigen Ergebnisse zu den einzelnen Rennen finden sie hier auf der Website von Rad-Net.